Ein Herz des Judo-Sport hat aufgehört zu schlagen

Mit Bestürzung und Trauer haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass es  für unser Ehrenmitglied Egon Keller am 16.Dezember „Sore-Made“ geheißen hat..

Wir, der JUDO-CLUB Gornau e.V., verlieren in ihm nicht nur einen begnadeten Judoka und Trainer, sondern auch einen guten Freund und Kameraden. Er hat fast 50 Jahre auf und neben der Tatami verbracht und konnte selbst diverse Wettkampferfolge für sich verbuchen und hatte einen großen Anteil an den Erfolgen seiner Schützlinge, die er im Laufe der Jahre ausgebildet hat.

Hier einige Stationen seines Wirkens für den Judosport in unserer Region:

1968 kam er an der damaligen Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt erstmal mit Judo in Berührung. Er hätte es sich damals im Leben nicht träumen lassen, dass diese Sportart und ihr Nimbus sein weiteres Leben prägen sollten. 1972 wurde er Mitglied in der damaligen Sektion Judo von Dynamo Zschopau. Binnen kurzer Zeit avancierte Egon Keller zum Sektionsvorsitzenden und übte diese Funktion 26 Jahre äußerst gewissenhaft aus.

„Nebenbei“ war er lange Zeit als Kampfrichter unterwegs und bis zum Schluss als Trainer im Jugend-u. Erwachsenenbereich tätig. Ruhig, sachlich und geduldig erklärte er seinen jungen und älteren Schülern die Techniken und führte sie auch akkurat selbst aus. Das verlangte allen seinen Mitstreiter gehörigen Respekt ab, schließlich hätte er auch sagen können „Ich bin Sensei (Meister) und beschäftige mich fast 50 Jahre mit Judo – das reicht!“ Apropos „Sensei“. Egon Keller hatte als einer der Ersten im damaligen Kreis Zschopau 1980 gemeinsam mit Stephan Henz die Prüfung zum I.Dan abgelegt.

In seiner Tätigkeit als Sektionsvorsitzender hatte Egon Keller einen großen Anteil daran, dass die damals mittlerweile arg dezimierte, aber eingeschworene Truppe von Judoka die Wende heil überstand. Mit 15 „judoverrückten“ Sportlern hob er am 25.Juni 1990 den heutigen JUDO-CLUB Gornau e.V. aus der Taufe. Diesem stand er bis 1996 als Vereinsvorsitzender vor, ehe er berufsbedingt den Staffelstab an den heutigen Vereinsvorsitzenden Enrico Tändler weitergab.

Für seine herausragende Verdienste um den Sport und im speziellen dem Judosport hat Egon Keller diverse Auszeichnungen erhalten. So wurde er 1997 mit der Ehrennadel des Landessportbund in Silber und 1999, anlässlich seines 50.Geburtstages, mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. 2013 bekam er vom Landessportbund dann die Ehrenplakette, die höchste Auszeichnung des LSB, verliehen. Vom Judoverband Sachsen wurde ihm im Jahre 2000 der II.DAN  und 2008, anlässlich 40Jahre JUDO-CLUB Gornau e.V., der III.DAN verliehen. 2010 bekam Egon Keller für seine herausragenden Verdienste um den Judosport die Ehrennadel des JUDO-Verbandes Sachsen in Gold verliehen. Im Jahr 2013 wurde ihm von seinem Verein die Ehrenmitgliedschaft angetragen.

Alle Mitglieder des JUDO-CLUB Gornau e.V. und auch viele Trainerkollegen aus ganz Sachsen trauern um einen guten Freund und Trainer, welcher nicht nur JUDO betrieben , sondern auch gelebt hat.

Wir werden ihm in Ehren gedenken.

Im Auftrag aller Mitglieder

Enrico Tändler

Vorsitzender

6 Kommentare

  1. Enrico, DANKE. Das hast Du fein geschrieben. Egon war in unserer Region der Wegbereiter für das Judo.
    Ich habe mit ihm über 45 Jahre gemeinsam im Judoclub gearbeitet, trainiert und Spaß gehabt. Leider, aus verschiedenen Gründen, in den letzten Jahren nicht mehr so intensiv. Aber Freunde waren wir, sind wir und bleiben wir! Das was Shigoro Kano für das Judo generell ist, dass ist für uns Egon Keller in der Region. Ich verneige mich vor Dir Egon in tiefer Achtung: Shoman ni Rei!

  2. Ich kann mich Stephan nur anschließen.
    Egon war ein geduldiger Trainer für Robert und mich.
    Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
    Danke für Alles
    In Hochachtung
    Robert, Ulli und Sigrid Drescher

  3. Hallo liebe Angehörige und Wegbegleiter von Egon, mit Bestürtzung habe ich vom Ableben meines Freundes Egon Keller erfahren. Ich konnte und wollte es erst nicht glauben. Egon und ich haben über viele Jahre gemeinsam dem Judosport die Treue gehalten, gemeinsame Lehrgänge absolviert und auch rege den Erfahrungsaustausch aufrecht erhalten. Auch wenn wir beide in verschiedenen Vereinen beheimatet sind/waren, hatten wir immer eine tiefe Freundschaft, er wird mir sehr fehlen. Unser aufrichtiges Beileid auch an die Familie. Marita Thumeyer, CPSC BUDO e. V.

  4. Egon war für unsere Familie der Inbegriff von Judo mit seiner Ruhe und mentalen Überlegenheit.
    Jemand, vor dem man einfach Respekt haben muss.
    Gäbe es mehr solcher Menschen, wäre die Welt ein bisschen besser.
    Jacqueline, Jochen und Richard Fiedler

  5. Seid unserer Mitgliedschaft im Verein haben wir Egon als einen Freund und Trainer kennen gelernt, der mit Leib und Seele dem Judosport verschrieben war. Er hat uns mit sehr viel Hingabe und Geduld trainiert.
    Ihm war wichtig, das alle Spass am Training hatten – und das hatten wir bei ihm immer. In solchen Momenten wie diesen wird bewusst, welch große Lücke dieser Verlust auch in unsere Leben gerissen hat.
    Lieber Egon, Hochachtungsvoll und in tiefer Trauer möchten wir uns bei dir bedanken.
    Romeo und Fabian

  6. Danke Egon! Danke das Du mir nicht nur das JU nähergebracht hast,nein auch das DO kam nicht zu kurz bei Dir! Ich habe in der kurzen Zeit mit Dir zusammen vieles über und vom Judo gelernt!Du hast Judo gelebt! Du warst ein feiner Kerl,dir nie zu schade auch als Trainingspartner zu fungieren…. Ruhe in Frieden! ??????!
    Kyu Tino Beyer

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