Judo macht stark – Kinder- und Jugendgruppe

Beschreibung des Projektes für 2021

Aktuell 73 Mitglieder unseres Sportvereins betreiben den Kampfsport Judo.
53 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahre sind im Verein integriert.
Unsere Sporthalle – Dojo befindet sich in Gornau. Zweimal in der Woche, Freitag und Montag, treffen sich die Kinder und Jugendlichen in zwei Trainingsgruppen, nach Alter aufgeteilt, von 15.30 bis 20.00 Uhr zum Training.
Das Training erfolgt nach den Regeln der Jugendsportordnung des Judoverbandes
und auf der Basis der Erfahrungen und Kenntnisse unserer erfahrenen Trainer, Judomeister sowie weiterer Helfer.
Der Deutsche Judobund sieht im Judo eine geeignete Sportart für Kinder und Jugendliche, weil Judo helfen kann, Koordination und Körperempfinden zu verbessern und möglicherweise bestehende Bewegungsdefizite auszugleichen.
Die Prüfungsordnung des Judobundes enthält dazu die entsprechenden pädagogischen
Leitlinien.
Dazu gibt es eine Vielzahl von Medien mit methodischen Anleitungen für das Judotraining.

Ziele des Projektes

Als Sportverein ist es natürlich ein Ziel, unsere Sportler für den Leistungsbereich
im Wettkampf vorzubereiten und sie zu Erfolgen zu führen. Das war in den vergangenen Jahren erfolgreich. Mehrere Landesmeister/innen, Erfolge bei Mitteldeutschen Meisterschaften, Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften, Pokalsieger/innen und damit auch Leistungsträger in Sachsen, sprechen dafür.
Das ständige Ringen um die Vervollständigung der Judotechniken, welches zu einer höheren Graduierung führt, ist nicht weniger anspruchsvoll, wirkt motivierend und verspricht
ebenfalls Erfolge.
Wer sich nicht im Wettkampf messen will oder kann, aber Spaß an der Bewegung
im Judo haben will, wird nicht zum Wettkampf gezwungen.
Wir wollen mit der technisch anspruchsvollen Sportart Judo das Einfühlungsvermögen von Kindern und Jugendlichen fördern und damit Gewalthandlungen vorbeugen.
Judo macht Werthaltungen wie Respekt, Wertschätzung, Höflichkeit, Ernsthaftigkeit,
Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Mut, Selbstbeherrschung und Hilfsbereitschaft erfahrbar.
Wir wollen als Sportverein dazu beitragen, kindliche Bewegungsfreude zu fördern und damit einen Beitrag zur Gesunderhaltung leisten.
Durch gute methodische Aufbereitung des Trainings können wir die motorische und koordinative Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen gezielt aufbauen.
Wir wollen sie dazu anregen, sich mit ihrem eigenen Bewegen und ihrem Körper auseinander zu setzen, dessen Leistungsfähigkeit zu erfahren und dadurch mehr Selbstwertgefühl und positive Körpereinstellung zu erlangen.
Und nicht zuletzt dient das Judotraining und das Leben im Verein dazu, soziale Kompetenzen zu fördern.
Besonders gut geeignet ist die Sportart Judo für Kinder und Jugendliche mit Problemen
in der Konzentration, Aufmerksamkeit, der Bewegungskoordination, der Motorik und des Sozialverhaltens.
Seit mehreren Jahren konnten wir nun schon Erfahrungen sammeln beim Üben mit Kindern, die die Diagnose ADHS / ADS, Störungen des Sozialverhaltens oder andere Behinderungen haben.
Im Training mit diesen Kindern geht es dabei nicht vorrangig um das Erreichen von sportlichen Erfolgen, sondern um gezielte Veränderung der oben benannten Probleme.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich bereits nach kurzer Zeit, natürlich individuell
unterschiedlich, wesentliche Verbesserungen der oben aufgezeigten Problemlagen erreichen lassen.

Inhalte und Methoden 

Grundlage sind die Allgemeinen Richtlinien des Deutschen Judobundes und die dazu bereits erwähnten methodischen Anleitungen.
Bedingung für die Umsetzung der Ziele und Methoden sind entsprechend Kenntnisse und Erfahrungen der bei uns  durchweg ehrenamtlichen Trainer und Helfer.
Es ist unserem Verein, nicht ohne Schwierigkeiten gelungen, hier ein hohes Niveau
zu halten. Der Verein und jeder Trainer entwickelt zur Durchführung spezielle eigene
methodische Pläne und Vorgehensweisen, um die notwendige Kontinuität, Fachlichkeit und Erfolge zu sichern.

Struktureinbindung – Trägervoraussetzungen

Unser Verein hat seinen Platz in der Region Gornau – Zschopau und wirkt bis Olbernhau.
Er beteiligt sich aktiv an der Gestaltung des Freizeitangebotes dieser Region.
Kontinuität in der  Mitgliederstärke, auch oder trotz der Coronaproblematik, großes Engagement der Eltern unserer Kinder und Jugendlichen und vor allem unserer ehrenamtlichen Trainer und unserer Förderer zeigen, dass der Judosport nun seit über 50 Jahren in der Region einen festen Platz hat.
Große Unterstützung erleben wir durch die Gemeinde Gornau. Hier hat sich nunmehr seit Jahren eine enge vertrauensvolle und zuverlässige Zusammenarbeit entwickelt.
Und ebenso wichtig die kontinuierliche Förderung der Kinder- und Jugendarbeit durch das Landratsamt Erzgebirge, durch das Jugend- und Sportamt.

In den zwei Trainingsgruppen befinden sich bis 53 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Wobei diese Zahl jährlich variiert. Natürlich gibt es Abgänge und Zugänge.
Im Wesentlichen hielt sich diese Zahl in den letzten Jahren recht stabil.
Besonders in der Gruppe der Jüngsten ( 6 bis 10 Jahre ) – aktuell 20 Kinder –
befinden sich Kinder mit den meisten Problemlagen wie beschrieben und erfordern einen erhöhten personellen Aufwand.

Der Verein betreut die jungen Sportler zu Wettkämpfen und anderen wichtigen Höhepunkten, wie dem alljährlich stattfindenden Feriencamp, Familienwanderungen, Schauvorführungen in der Öffentlichkeit, Projekttagen und Arbeitsgemeinschaften an Schulen der Region, Teilnahme an Höhepunkten im Leben der Gemeinde, usw.
So ist es z.B. gelungen, über eine Kooperation mit dem Gymnasium Zschopau
die Jungen- und Mädchenmannschaft im Judo für Jugend trainiert für Olympia aufzubauen und die Mädchen bis zum Bundesfinale 2017 zu qualifizieren. Dort haben sie sich achtbar bis zum Platz 8 gekämpft. Und auch im Jahr 2018 und 2019 beim Landesfinale haben die Mädchen den 2. Platz belegen können.

Unser Verein ist Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes, des Judoverbandes,
des Landes- und Kreissportbundes und des Kreisjugendringes.
Im Rahmen der Förderung von ADHS / ADS Kindern gibt es bei Notwendigkeit eine zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises.

Personelle Voraussetzungen und ehrenamtliche Arbeitsstunden

Insgesamt stehen für das Projekt incl. der Arbeit im Erwachsenenbereich
11 lizensierte Trainer und Judomeister, 1 pädagogische Fachkraft und weitere
Helfer zur Verfügung.
Alle arbeiten auf ehrenamtlicher Basis und setzen ihre eigene Kraft, Zeit und Engagement für unsere jungen Sportler ein.
Insgesamt werden jedes Jahr mehr als 2000 Stunden ehrenamtliche Arbeit erbracht.
Damit können unsere hohen Ansprüche und Erwartungen an das Projekt rein personell
erfüllt werden.

Schwerpunktaufgaben der im Projekt freiwillig Engagierten:

Inhalt der Arbeit ( mind. 20 Std. im Monat ) ist die Vorbereitung des Trainings und Durchführung der geplanten Trainingsstunde – Beginn Montag ab 15.00 bis 17.30 ( 1.Gruppe, Alter 6 bis 10 bis
20 TN ) und von 17.30 bis 19.30 Uhr ( 2. Gruppe, Alter ab 11 bis 17, bis 25 TN ), Freitag ab 15.00 Uhr bis 17.00 ( 1. Gruppe ) , 17.00 bis 18.30( 2. Gruppe  ), 18.30 bis 20.00 ( dritte Gruppe, Erwachsene -hier erfolgt kein Einsatz ) Dazu kommt die Betreuung der Wettkämpfer zu Wettkämpfen an den Samstagen und Sonntagen
( ein Wettkampftag beginnt in der Regel mit der Anreise – dann ab 08.30 bis ca. 15.00 Wettkämpfe und dann Rückreise ), Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf Prüfungen des Judobundes, Teilnahme an Fortbildungen, Gespräche mit den Eltern, Zusammenarbeit mit Öffentlichkeit und Verbänden sowie dem Jugendamt.
Weiterhin Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung anderer Maßnahmen und Veranstaltungen des Vereins wie Sommerferiencamp, Familienmaßnahmen, Teilnahme an Höhepunkten der Gemeinde, Weihnachtsveranstaltungen und Weihnachtsmarkt, Zusammenarbeit mit Schulen ( AG im Gymasium Zschopau von 13.50 bis 15.30 das sind aktuell 20 Teilnehmer – im Alter von 11 bis 17  Jahren ) und anderen Vereine der Region.

Unterschiedliche Teilnehmerzahlen der Trainingsgruppen ergeben sich aus der
Möglichkeit der Sportler auch an einem Doppeltraining teilnehmen zu können.

Diese Vielzahl der Maßnahmen und Aktivitäten und damit anfallende Zeiten lassen sich natürlich nicht nur mit drei Ehrenamtlichen absichern.
Diese sind jedoch maßgeblich beteiligt.

Finanzierung

Der Verein und das Projekt finanzieren sich vorwiegend aus Mitgliedsbeiträgen und Gebühren unserer Mitglieder ( Aufnahmegebühren, Mitgliedsbeiträge, Startgelder, Teilnahmegebühren, für Feriencamp, Prüfungsgebühren, u.a. ), sowie Spenden der Eltern und Unternehmen, Förderung durch die Gemeinde, Landkreis, Landessportbund und Bürgerstiftung.

Öffentlichkeitsarbeit

Über unsere Vereinsarbeit und unserer sportlichen Erfolge lässt sich nachschauen auf unserer Homepage unter www.judoclub-gornau.de
Regelmäßig berichten wir in der Regionalpresse und regionalen Medien über unsere
Tätigkeit.
Es erscheint ein Halbjahresreport ( 2x im Jahr ) der unseren Förderern zugeht.

Der Vorstand