Internationaler BMW Cup

Beim 10. Internationalen BMW Cup gingen in der Altersklasse U23 drei Starter des JC Gornau an den Start. In der Gewichtsklasse -78kg traten mit Lara Neubert und Emilie Schulz gleich zwei Kämpferinnen desselben Vereins an.
Das Los wollte es so, dass die beiden Freundinnen und Trainingspartnerinnen direkt im ersten Kampf aufeinandertreffen mussten. „Es war sehr, sehr komisch, weil wir ja mehrmals die Woche am Stützpunkt gemeinsam trainieren und den Kampfstil der anderen schon sehr gut kennen. Dadurch waren wir beide ziemlich aufgeregt“, berichteten die Athletinnen später. In einer Begegnung auf Augenhöhe konnte sich am Ende Lara durchsetzen – sie siegte mit einer Würgetechnik im Boden. „Es hat wirklich Spaß gemacht, auch gegeneinander zu kämpfen. Und man versteht sich jetzt natürlich auch neben der Matte noch“, waren sich beide einig.
In der zweiten Begegnung traf Emilie auf Kora Kittel vom Judo Holzhausen. Emilie zeigte schönes Judo und setzte mehrfach zu Techniken wie O-goshi und Seoi-nage links an. Doch eine unglückliche Verletzung bei einer eigenen Wurfaktion führte zum Kampfabbruch.
Emilie trat in ihrem nächsten Kampf gegen Marianna Nowak vom Haldensleber Judo Club Sachsen-Anhalt an und zeigte sich kampfstark. Mit einem Osoto-otoshi gelang ihr ein Ippon, sodass sie die Begegnung für sich entscheiden konnte. Damit belegte Emilie Schulz einen dritten Platz.
Lara begegnete in ihrem nächsten Duell Kora Kittel (Holzhausen). Hier dominierte sie zunächst klar, setzte ihre Gegnerin mit starkem Griffkampf unter Druck und konnte sowohl einen Waza-ari als auch Yuko erzielen. Am Ende kassierte Kittel den dritten Shido, was für Lara den Sieg durch Hansoku-make bedeutete. Für die Zuschauer war es ein attraktiver Kampf, der viele sehenswerte Aktionen bot. Im Anschluss traf Lara auf Marianna Nowak vom Haldensleber Judo Club Sachsen-Anhalt, die sie nach kurzer Kampfzeit mit einem Seoi-nage souverän auf Ippon warf. Lara Neubert krönte ihren erfolgreichen Tag mit Platz eins und sicherte dem JC Gornau damit den Turniersieg in dieser Gewichtsklasse.
Auch Gustav Schulz feierte an diesem Tag ein persönliches Comeback. Für ihn war es der erste Wettkampf seit Jahren, nachdem er sich im Januar entschieden hatte, wieder mit Judo zu beginnen. In der Gewichtsklasse -90kg traf er auf Titus Wünsch vom SG Weixsdorf. Von Beginn an konnte Gustav mit starkem Griffkampf dominieren und versuchte mehrfach, mit O-goshi oder Seoi-nage einzudrehen. „Ich wusste einfach manchmal nicht, was ich machen sollte. Mir fehlt einfach noch dieser routinierte Ablauf“, erklärte er im Anschluss ehrlich.
Da es im Modus „Best of Three“ zwei Begegnungen gab, trat er ein zweites Mal gegen denselben Gegner an. Dieses Mal traute sich Gustav deutlich mehr, zeigte mehr Aktivität und Mut. Zwar unterlag er erneut nach einer Uchi-mata-Aktionen, zog aber dennoch ein positives Fazit: Er habe große Lust, wieder regelmäßig an Wettkämpfen teilzunehmen und sich Schritt für Schritt einen routinierten Ablauf zu erarbeiten. Zudem sei es ein guter Einstieg gewesen, da beide Kämpfer auf Augenhöhe agierten und sich nichts schenkten. Somit Platz 2 für Gustav Schulz.

Bereits gestern trat, im Übrigen neben Lara, auch Lenny bei diesem Turnier an. Der Wettkampf war mit Kämpfern aus sieben Nationen hochgradig besucht und wie bereits beschrieben erstklassig, ruhig und geordnet organisiert.
In seinem ersten Kampf stand Lenny dem späteren Sieger aus Bremer Hafen gegeüber. Lenny konnte zunächst gut mithalten, nach einem Mate aber nicht schnell genug einen Griff finden und einen Uchi Mata somit nicht verhindern.
Sein zweiter Gegner konterte einen angesetzten O Goshi von Lenny mit Tani Otoshi und erhielt dafür die volle Wertung. Für Lenny war der Wettkampf an dieser Stelle leider zu Ende.

Text: Emilie Schulz, David Gahut

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