Zum diesem Wettkampf am 23.Mai waren insgesamt knapp 300 Kinder der U11 und U13 aus fünf Bundesländern (SN, ST, TH, HE, BB) angereist. Den Anfang machten am Vormittag die Judoka der U11; unseren Verein vertraten hier Eric Fuhrmann, Charon Hock (beide -36kg) und Dmytro Polishchuk (-33kg). Alle drei mussten sich in sehr stark besetzten Gruppen von 30 bzw. 29 Kämpfern behaupten – gekämpft wurde im Doppel-KO-System.
Den ersten Kampf von unseren drei „U11-ern“ bestritt Dmytro. Er kassierte eine Kleine Wertung, die er nicht ausgleichen konnte, und kämpfte in der Hoffnungsrunde weiter. Dort sicherte er sich mit einem sauberen Beinwurf den Sieg, unterlag aber leider im dritten Kampf wieder und schied aus.
Charon tat sich recht schwer damit, in den Angriffsmodus zu kommen. Nach einem Freilos bestritt er den zweiten Kampf überwiegend in der Verteidigung, indem er die Angriffe des Gegners geschickt konterte, was ihm zunächst eine Kleine Wertung und schließlich Ippon für eine schöne Eindrehtechnik links einbrachte. Leider reichte es in den nächsten beiden Kämpfen trotz engagierter Bodenarbeit nicht zu einem weiteren Erfolg; damit schied auch Charon aus.
Eric fackelte im ersten Kampf nicht lang und schickte seinen Gegner binnen 5sek mit Beinwurf glatt auf den Rücken. Im nächsten unterlag er selbst nach gegnerischer Wurftechnik (Wertung) mit anschließender Festhalte, und auch im dritten Kampf (jetzt in der Hoffnungsrunde) schien sich das noch einmal genau so zu wiederholen… aber nein! Kurz vor Ablauf der10sek gelang es Eric, sich mit unglaublichem Einsatz aus der Festhalte herauszuwinden und danach seinen Gegner selbst bildschön auf die Matte zu schicken. Eine sehr feine Wendung in diesem fast schon verloren geglaubten Duell. Die vierte Begegnung musste er dann wieder abgeben und schied ebenfalls aus.
In der U13 wurde unser Verein durch Lenny Gahut repräsentiert. Auch in der U13 war der Stiefelpokal wirklich kein Anfängerturnier und die Konkurrenz stark. Lenny hatte zehn Kämpfer in seiner Gruppe und zunächst ein Freilos. Seinen ersten Gegner brachte er mit einer Eindrehtechnik zu Boden (Wertung), wo er sich eine Festhalte herausarbeitete, die er bis zum Sieg halten konnte. In seinem zweiten Kampf tat sich Lenny schwer damit, einen eigenen Angriff zu starten. Er konnte einen Angriff seines Gegners zwar noch gut abwehren, fiel dann aber auf einen Beinwurf – zwar nur aufs Gesäß, aber er rollte sich über den Rücken ab, um den Gegner überzuwerfen. Die Wertung ging an den Gegner. Um so motivierter startete er in den Kampf um Platz drei. Er griff sofort zu, bewegte seinen Kontrahenten, drehte sich blitzschnell ein und warf ihn mittels Eindrehtechnik auf Ippon. Am Ende also Platz 3 für Lenny.
Die vier Jungs stellten sich heute einer starken Konkurrenz, und auch wenn es nur für Lenny zu einer Medaille reichte, zeigten alle gute Kämpfe und konnten reichlich Erfahrung sammeln.
A.Thriemer
