Emilie bei Europäischen Studentenmeisterschaften

Vom 21.–25. August fanden in Warschau die European Universities Championships (EUSA) im Judo statt. Insgesamt nahmen 319 Judoka aus 27 Ländern und 88 Universitäten teil – ein stark besetztes und internationales Turnier.
Ich startete in der Gewichtsklasse -78 kg, wobei ich mich an der unteren Grenze eingewogen habe. Da ein Wechsel der Gewichtsklasse nicht möglich war, war das ein spürbarer Nachteil gegenüber vielen meiner Gegnerinnen.
Im Einzelwettkampf traf ich in der ersten Runde auf Ebonnie Bridges (Großbritannien). Es war ein guter und intensiver Kampf, in dem ich mich lange behaupten konnte. Leider bin ich am Ende genau in ihre Wurfrichtung gelaufen und wurde mit Ura- Nage besiegt. Das war für mich sehr enttäuschend – besonders, weil ich das Gefühl hatte, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Da meine Gegnerin den folgenden Kampf verlor, war das Turnier für mich im Einzelwettbewerb beendet. Trotz der Enttäuschung nehme ich aus diesem Kampf wichtige Erfahrungen und Potenzial für die Zukunft mit.
Am Montag folgte der Teamwettkampf, indem das Team Leipzig an den Start ging. Hier wurde Geschichte geschrieben: Uni Leipzig gewannen den 1. Platz und darf sich nun Europäische Hochschulmeister nennen – die erste Team-Medaille für Deutschland überhaupt bei den EUSA-Judomeisterschaften!
Auch in den Einzelwettbewerben war Deutschland stark vertreten und konnte mehrere Medaillen gewinnen. Besonders ist die Leistung von Emil Hennebach (JC Leipzig, -81kg), der sowohl im Einzel, als auch im Team 1. wurde. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Turnier aus deutscher Sicht. Besonders schön war auch, dass mit Richard Fiedler (ehemals JC Gornau) ein bekanntes Gesicht für viele am Mattenrand stand und uns unterstützte.
Für mich persönlich war es ein unglaublich spannendes Erlebnis, Teil dieser internationalen Bühne zu sein – nicht nur im Wettkampf, sondern auch beim gemeinsamen Randori und Training mit Judoka aus ganz Europa. Außerdem hat Team Deutschland, unabhängig von den unendliche Unis unfassbar gut zusammengehalten und sich die ganze Zeit im Einzel und im Team grenzenlos unterstützt.

Text: Emilie Schulz

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