Heute gab es in Mittweida zu den LEM Ü30 wieder feines Judo mit z.T. spektakulären Kämpfen zu sehen. Für unseren Verein startete David Gahut in der Ü30 bis 81kg – sowohl am Boden als auch „im Stand“. Gekämpft wurde in Gruppen „Jeder gegen jeden“.
Am Boden startete David in einer Fünfergruppe. Im ersten Kampf gegen Wieczorek vom DSV Grün-Weiß erarbeitete sich David zunächst die Oberlage und versuchte aus dieser Position heraus zu einer Wertung zu gelangen. Sein Gegner war allerdings auch nicht müßig; der Kampf endete durch Hantei für den Dresdener Judoka. Auch den zweiten Kampf gegen Dogiel (Judo Gwardia Koszalin) begann David in der Unterlage, arbeitete sich dann aber heraus und war hier der Aktivere, so dass dieser Sieg – ebenfalls per Hantei – an unseren Kämpfer ging. Mit Ippon durch Würge beendete David seine nächste Begegnung gegen Martin Böhm vom DSV Grün-Weiß und hätte das im letzten Kampf gegen Zawadzki (Judo Gwardia Koszalin) sicher gern wiederholt, als beide Kämpfer – David aus der Oberlage und sein Gegner von unten – eine Würge ansetzten… Hier war der Gegner zuerst erfolgreich.
Im Ergebnis war das ein hart erkämpfter 3. Platz.
„Im Stand“ musste sich David „nur“ mit drei Gegnern auseinandersetzen, zuerst mit Böhm. Nachdem er zunächst einen Yuko einstecken musste, erarbeitete sich David am Boden eine Sankaku-Würge und konnte somit den Sieg für sich verbuchen. Gegen Gorgadze vom JC Linden unterlag er dann mit 2 Waza-ari. Zuletzt stand er noch einmal Dogiel gegenüber, den er mit einem Tai-Otoshi links zu Boden brachte und gleich in Kesa gatame überging. Hier musste der gegnerische Sportler wegen Verletzung eines Fingers, die er sich beim Lösen seines eigenen Griffes im Gürtel zugezogen hatte, vorzeitig aufgeben.
David holte sich damit „im Stand“ die Silbermedaille.
Zuletzt bestritt er noch einen Freundschaftskampf gegen den polnischen Judoka Zawadzki. Nach dem Angriff mit Sumi-gaeshi landete David durch geschickte Drehung auf den Knien, so dass keine Wertung erfolgte, und brachte sich anschließend am Boden in die Oberlage. Leider geriet er gleich darauf mit langem Arm in einen Hebel.
Insgesamt eine starke Leistung von David, der hier vieles von dem, was er in letzter Zeit neu erlernt und geübt hat, umsetzen konnte.
Dieser Wettkampf fand in sehr angenehmer, freundschaftlicher Atmosphäre statt (außerdem als „stiller Wettkampf“). Auch die Verpflegung ließ nichts zu wünschen übrig.
Text: Anja Thriemer
